Microsoft Wireless Wheel

Review


Mircosoft Xbox 360 Wireless Wheel


Die Winterpause im Motorsport geht langsam vorbei und auch auf der Xbox 360 starten die Motoren wieder. Auch dieses Jahr kommt mit RacePro und dem Formel 1 Spiel von Codemasters wieder neues Futter für die Rennfahrer unter uns. Aber auch die „alten“ Spiele wie Forza Motorsport 2 und PGR4 finden wieder ihre Wege in die Xbox.

Nun stellt sich natürlich die Frage „möchte ich weiterhin mit vier Fingern über den Asphalt rasen oder doch mit vollem Körpereinsatz auf die Pole Position fahren?“. In diesem Review werde ich euch die Vor- und Nachteile des Microsoft Wireless Wheels nahe bringen. Außerdem werde ich euch auf eine kleine Probefahrt auf der Grünen Hölle in Forza Motorsport 2 mitnehmen.




Groß und robust


Ich muss zugeben, als ich das Paket das erste mal sah, wurde mir erst bewusst, wie groß das Lenkrad wirklich ist. Für genügend Platz sollte man vor dem Aufbau also erstmal sorgen. Ist das Wheel aber erstmal in Position gebracht, sitzt es bombenfest und rutscht auch nicht bei schnellen Lenkbewegungen weg. Die Schraube unter dem Lenkrad lässt sich gut festschrauben und ein zusätzlicher Hebel an der Front sorgt nochmal für den perfekten Halt.

Die Pedalen finde ich persönlich ganz gut. Der Widerstand von Gas und Bremse ist gut abgestimmt und bieten einem die Möglichkeit beides genau zu dosieren. Das große Problem ist aber, dass es keinen Pedalstopper gibt. Da ich es auf einem Teppich stehe habe, ist das Problem des Wegrutschen nicht so extrem. Spieler die aber einen glatten Untergrund haben werden damit definitiv Probleme haben. Da ist also improvisieren angesagt.


Ab auf die Strecke


Nachdem alles aufgebaut ist und der Rennanzug angezogen ist, kann es also auf die erste Testfahrt gehen. Gleich nach den ersten Metern wird klar, dass man ab sofort in einer anderen Welt fährt. Es macht einen großen Unterschied ob man mit dem Controller gemütlich auf dem Sofa sitzt oder Pedale und Lenkrad vor dem Bildschirm hat. Zunächst verhält dich das Lenkrad ruhig, doch schon beim ersten Anbremsen und Einlenken in die erste Kurve zeigt es einem wer hier der Boss ist. Ein Unter- und Übersteuern des Fahrzeugs wird einem sofort per Force Feedback mitgeteilt. Jetzt sollte man erstmal Ruhe bewahren und versuchen den Wagen wieder in die richtige Linie zu bringen. Man sollte aber auch darauf achten nicht zu heftig mit Lenkbewegungen und Gasspiel zu reagieren.




Übung macht den Meister


Jeder Anfang ist schwer und wer noch nie mit einem Lenkrad ein Videospiel gespielt hat, wird das auch sofort merken. Geduld spielt hier eine große Rolle. Man sollte nicht erwarten gleich genau so gut wie mit dem Controller zu fahren. Zuerst sollte man sich eine Strecke und einen Wagen aussuchen mit dem man vertraut ist und langsam anfangen sich an das Lenkrad zu gewöhnen. Am Anfang wird es vielleicht für den ein oder anderen mühsam sein, aber die Arbeit lohnt sich, den so ein Fahrgefühl kann keine andere Hardware übermitteln.



Wann und Wo?


Wann man sich das Wireless Wheels zulegt, muss jeder selber entscheiden. Wer das nötige Kleingeld hat, wird aber mit Sicherheit seinen Spaß daran haben.

Wer sich jetzt von dem Lenkrad angesprochen fühlt, fragt sich bestimmt erstmal wo es sich lohnt damit zu spielen. Mittlerweile gibt es ja schon einige Rennspiele für die Xbox 360 die das Lenkrad unterstützen. Am besten geeignet ist es natürlich für Forza Motorsport 2, denn dort kann es seine wirklichen Stärken zeigen. Aber auch Race Driver Grid, Project Gotham Racing 4 und Testdrive Unlimited lassen sich mit dem Lenkrad problemlos steuern. Bei Spielen wie Need For speed und Burnout würde ich jedoch abraten das Wheel zu benutzen. Dort ist man mit dem Controller doch besser bedient.


Die richtige Power wird wohl erst Race Pro von SimBin aus der Hardware holen. Die Schweden haben schon am PC mit Titel wie GTR, GTL und Race gezeigt das sie zur Elite bei den Simulationen gehören. Das Spiel soll jedem die Möglichkeit geben das Lenkrad auf den eigenen Fahrstil anzupassen. Man kann also damit rechnen das es dort den ersten fairen „Geschlechterkampf“ zwischen Controller und Lenkrad geben wird.

Wir sind schon gespannt und werden dazu auch noch einen ausführlichen Test schreiben.



Gibt es auch Alternativen?


Viel Auswahl hat man leider nicht und Lenkräder vom PC oder anderen Konsolen sind auch nicht kompatibel. Madcatz und Logitech haben ebenfalls ein Produkt auf dem Markt, aber die Qualität lässt da doch zu wünschen übrig. Eine alternative wäre noch Fanatec. Die deutschen Experten im Lenkradbau bringen jetzt auch ein Produkt ihrer Porsche 911 Reihe für die Xbox 360 raus. Der Preis beginnt hier bei 300€, kann aber noch durch eine Vielzahl an Erweiterungen in die doppelte Höhe gehen. Das ist dann also dann doch etwas für den Hardcore Gamer.

Das Mircrosoft Wireless Wheel schlägt sich also gar nicht so schlecht. Die überarbeitete Version hat die Fehler des Vorgängers behoben und der Preis von etwa 85€ ist für die Qualität gerechtfertigt.



Mein Fazit


Wer mehr Spielspaß bei Rennspielen sucht, darf ruhig zugreifen. Das Lenkrad ist stabil und gut verarbeitet. Die meisten Spiele unterstützen das ganze durch zahlreiche Feineinstellungen und besonders bei den Simulationen wird der Spielspaß nochmal gesteigert.

Wer jedoch selten auf der virtuellen Rennstrecke zu finden ist, sollte es sich vielleicht noch einmal überlegen.



Wie versprochen, hier die Probefahrt auf der Nordschleife. Weitere Bilder findet ihr auch in der Galerie.


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